ASUS ROG Strix G16 (2025) im Test: 240-Hz-Gaming ohne faule Kompromisse

8.6/10

ASUS ROG Strix G16 (2025) im Test: 240-Hz-Gaming ohne faule Kompromisse

Das ASUS ROG Strix G16 (2025), intern als G614 geführt, positioniert sich zwischen ASUS' teureren Zephyrus-Modellen und den günstigeren Einstiegs-Gaming-Notebooks der Marke. Für 1.899 US-Dollar bekommt man eine Kombination, die auf dem Papier bereits überzeugt: einen 16-Kern-Prozessor AMD Ryzen 9 9955HX3D mit 3D-V-Cache und eine NVIDIA GeForce RTX 5070 mit 8 GB GDDR7. In der Praxis bestätigt sich dieser erste Eindruck – das Strix G16 bleibt auch unter Dauerlast erstaunlich stabil, während viele vermeintliche "Gaming-Notebooks" nach wenigen Minuten spürbar drosseln.

ASUS ROG Strix G16 (2025) mit geschlossenem Deckel

Display: der wichtigste Kaufgrund

Das zentrale Verkaufsargument ist das 16-Zoll-Panel mit 2,5K-Auflösung (2560×1600) bei 240 Hz und G-Sync-Unterstützung. Text auf dem Windows-Desktop wirkt spürbar schärfer als bei den üblichen 1080p/165-Hz-Alternativen der Konkurrenz, und die höhere Auflösung kostet – anders als bei manchen 4K-Gaming-Panels – kaum Bildrate. 2,5K ist für ein 16-Zoll-Notebook mit RTX 5070 ein gut gewählter Mittelweg: Die GPU kann in den meisten Titeln tatsächlich konkurrenzfähige Frameraten liefern, ohne dauerhaft auf DLSS als Krücke angewiesen zu sein. G-Sync sorgt zudem dafür, dass Panel und GPU auch bei Framerate-Einbrüchen unterhalb der maximalen Wiederholrate synchron bleiben, was im Alltag mehr zählt als die reine 240-Hz-Zahl.

Gehäuse und Verarbeitung

ASUS verfolgt bei der Strix-Reihe ein deutlich aggressiveres, gamer-typisches Design als bei der Zephyrus-Familie: Bei höheren Konfigurationen kommt ein AniMe-Matrix-artiges Deckelpanel zum Einsatz, dazu RGB-Beleuchtung auf der Tastatur. Wer ein dezenteres Gerät für Büro oder Café sucht, wird hier nicht glücklich – wer aber genau diesen Look mag, bekommt ein Chassis, das trotz überwiegend Kunststoffgehäuse mit metallverstärkter Handballenauflage solide statt wackelig wirkt. Die Anschlussvielfalt ist für ein 16-Zoll-Gaming-Notebook großzügig: vollwertiges HDMI, mehrere USB-A-Ports, USB-C mit DisplayPort-Unterstützung und ein Kopfhöreranschluss – ein Dongle ist für die meisten Peripheriegeräte oder externen Monitore nicht nötig.

Arbeitsspeicher: der einzige konservative Wert

16 GB DDR5-5600 sind für ein 1.899-Dollar-Gaming-Notebook im Jahr 2025 der einzige Wert, der etwas knapp bemessen wirkt – zum Spielen reicht das heute, aber wer zusätzlich Aufnahmesoftware, einen Browser mit vierzig Tabs und ein Spiel gleichzeitig laufen lässt, merkt die Grenze früher als bei einer 32-GB-Konfiguration. Der Vorteil: ASUS hat den RAM auf bis zu 64 GB erweiterbar gelassen statt ihn fest zu verlöten, wie es bei manchen Konkurrenzmodellen der Fall ist. Wer das Budget hat, sollte ein RAM-Upgrade direkt beim Kauf einplanen, statt erst bei spürbaren Engpässen mitten in einer Session nachzurüsten.

Akkulaufzeit und Temperaturverhalten

Bei einem 240-Hz-IPS-Panel in Kombination mit einer RTX 5070 war lange Akkulaufzeit nie realistisch zu erwarten, und ASUS verspricht hier auch nichts Falsches: Der 90-Wh-Akku reicht für Surfen und Schreibarbeiten, aber für anspruchsvollere Aufgaben sollte das Netzteil in Reichweite bleiben. Unter Dauerlast beim Gaming hält das Kühlsystem die Taktraten vergleichsweise stabil, auch wenn – wie bei den meisten schlanken 16-Zoll-Gaming-Chassis – die Lüfter unter Volllast deutlich hörbar werden. Ein Headset ist für längere Sessions durchaus empfehlenswert. Mit 2,5 kg ist das Gerät zudem kein Leichtgewicht, was in der 16-Zoll-Gaming-Klasse aber normal ist und im Vergleich zu manchen Konkurrenten mit ähnlicher GPU-Klasse sogar noch moderat ausfällt.

Software und Alltagstauglichkeit

Über die Armoury-Crate-Software lassen sich Lüfterkurven, RGB-Beleuchtung und die Umschaltung zwischen integrierter und dedizierter Grafik verwalten. Das Tool ist funktional umfangreicher als viele andere Hersteller-Suiten, wirkt aber teils überladen, und einige Nutzer deaktivieren die aufdringlicheren Hintergrunddienste lieber komplett. Für die Gigabit-/2,5G-Ethernet-Option lohnt sich ein Blick, wer online zockt und eine stabile Kabelverbindung bevorzugt.

Tastatur, Trackpad und Webcam

Die Tastatur des Strix G16 bietet einen für ein Gaming-Notebook angenehm definierten Anschlagpunkt mit ordentlichem Hubweg, was auch längeres Tippen abseits von Spielen komfortabel macht. Das Trackpad ist solide, aber wie bei den meisten Gaming-Notebooks eher zweitrangig gegenüber einer externen Maus gedacht – wer ernsthaft spielt, wird ohnehin auf eine externe Gaming-Maus zurückgreifen. Die verbaute 1080p-Webcam erledigt ihren Zweck für Videocalls zuverlässig, ohne in dieser Preisklasse ein besonderes Highlight zu sein.

Langlebigkeit und Aufrüstpfad

Weil ASUS die RAM-Slots zugänglich statt fest verlötet gelassen hat, hat das Strix G16 eine spürbar längere sinnvolle Nutzungsdauer als viele Konkurrenten in dieser Preisklasse: Wenn 16 GB in zwei oder drei Jahren eng werden, verlängert ein einfaches RAM-Upgrade die komfortable Nutzungsphase, ohne das ganze Notebook ersetzen zu müssen. Dasselbe gilt für den Speicherplatz – der freie M.2-Steckplatz in den meisten Strix-G16-Konfigurationen lässt Raum für eine zweite NVMe-SSD, falls 1 TB irgendwann nicht mehr reicht, was bei vielen dünneren, stärker verlöteten Konkurrenten schlicht nicht möglich ist. In Kombination mit einem 16-Kern-Prozessor, der kaum vor der GPU zum Flaschenhals wird, ist das Strix G16 ein Notebook mit einem realistischen Aufrüstpfad statt einem fest fixierten Gerät, das man irgendwann komplett austauscht.

Häufige Fragen zum ROG Strix G16

Reicht die RTX 5070 für WQHD-Gaming? Ja, in den meisten aktuellen Titeln liefert die Karte bei 2,5K-Auflösung flüssige Frameraten ohne durchgehend auf DLSS angewiesen zu sein. Lohnt sich ein RAM-Upgrade direkt beim Kauf? In den meisten Fällen ja, da 16 GB für Multitasking neben dem Spielen knapp bemessen sind und ein Nachrüsten dank steckbarer Module problemlos möglich bleibt. Wie laut wird das Gerät unter Last? Deutlich hörbar, wie bei den meisten Geräten dieser Leistungsklasse – ein Headset wird für längere Sessions empfohlen.

Thermik unter Dauerlast im Detail

Bei mehrstündigen Gaming-Sessions zeigt sich, dass ASUS das Kühlsystem des Strix G16 nicht nur für kurze Benchmark-Spitzen ausgelegt hat: Die Taktraten von CPU und GPU bleiben auch nach 30 bis 40 Minuten Dauerlast auf einem konstant hohen Niveau, statt nach den ersten Minuten spürbar einzubrechen, wie es bei manchen dünneren Konkurrenzgehäusen der Fall ist. Das liegt auch am großzügig dimensionierten Lüftungssystem mit mehreren Wärmerohren, das die Abwärme von CPU und GPU getrennt abführt, statt beide Komponenten sich einen gemeinsamen Kühlkörper teilen zu lassen, wie es bei günstigeren Gaming-Notebooks häufiger vorkommt.

Einordnung im Portfolio

Wer ein deutlich leichteres und reisefreundlicheres Gehäuse bevorzugt und dafür etwas GPU-Spielraum abgibt, findet im ASUS ROG Zephyrus G14 eine Alternative mit OLED-Panel und rund einem Kilogramm weniger Gewicht. Wer stattdessen maximale GPU-Leistung sucht und keinen Flaggschiff-Aufpreis scheut, findet im Razer Blade 16 (2026) eine RTX 5070 Ti samt OLED-Panel, allerdings zu fast doppeltem Preis.

Fazit

Das ROG Strix G16 (2025) ist eine gut austarierte Wahl für alle, die ein echtes 240-Hz-Notebook mit höherer Auflösung suchen, ohne die 2.500-Dollar-Marke zu überschreiten – solange man akzeptiert, dass 16 GB RAM ein Startpunkt und keine endgültige Antwort sind.

Weiterführende Reviews

View full specs & price →