Die besten Ultrabooks 2026: Drei sehr unterschiedliche Wege zu einem leichten Notebook

Die besten Ultrabooks 2026: Drei sehr unterschiedliche Wege zu einem leichten Notebook

Ein gutes Ultrabook zu finden bedeutet heute nicht mehr, sich zwischen Leistung, Akkulaufzeit und Displayqualität entscheiden zu müssen – zumindest nicht in dem Maße, wie es noch vor wenigen Jahren der Fall war. Drei Notebooks aus unserem Testfeld zeigen exemplarisch, wie unterschiedlich die Wege zu einem leichten, alltagstauglichen Laptop heute aussehen können: das ASUS Zenbook 14 OLED, das ASUS Vivobook S14 und das Apple MacBook Air 13 (M2).

ASUS Zenbook 14 OLED: der Intel-Weg mit Spitzendisplay

Das Zenbook 14 OLED setzt auf einen Intel Core Ultra 9 285H mit 16 Kernen und kombiniert ihn mit einem 3K-OLED-Display (2880x1800) bei 120 Hz und 600 Nits Helligkeit – für ein 1,2 kg leichtes Gehäuse ein bemerkenswert gutes Panel. 32 GB LPDDR5x-Arbeitsspeicher und eine 1-TB-SSD runden eine Konfiguration ab, die sich vor allem an Käufer richtet, für die Bildqualität beim Arbeiten mit Fotos, Videos oder einfach beim täglichen Medienkonsum eine hohe Priorität hat.

ASUS Vivobook S14: AMDs Ryzen-AI-Ansatz

Das Vivobook S14 setzt stattdessen auf einen AMD Ryzen AI 9 HX 370 mit bis zu 12 Kernen und ebenfalls ein 3K-OLED-Panel bei 120 Hz – zu einem spürbar niedrigeren Einstiegspreis als das Zenbook. Die dedizierten NPU-Kerne des Ryzen-AI-Chips sind auf lokale KI-gestützte Funktionen wie Hintergrundunschärfe in Videokonferenzen oder Rauschunterdrückung ausgelegt, ein Bereich, in dem sich AMDs und Intels aktuelle Mobilprozessoren zunehmend messen. Mit 1,3 kg bleibt es ähnlich leicht wie das Zenbook.

Apple MacBook Air 13 (M2): der Effizienz-Champion

Das MacBook Air bleibt trotz seines Alters die Referenz für Akkulaufzeit in dieser Klasse: Apples M2-Chip mit 8 Kernen liefert bis zu 18 Stunden Videowiedergabe aus einem vergleichsweise kleinen 52,6-Wh-Akku – ein Ergebnis, das die x86-Konkurrenz mit ihren deutlich größeren Akkus regelmäßig nicht erreicht. Das lüfterlose Gehäuse bei 1,24 kg bleibt dabei bei praktisch jeder Alltagsaufgabe komplett geräuschlos, ein Vorteil, den keines der beiden Windows-Geräte bieten kann.

Welches Display passt zu welchem Nutzungsprofil?

Wer viel mit Bild- oder Videomaterial arbeitet, profitiert am stärksten vom OLED-Panel des Zenbook 14 oder des Vivobook S14 – der satte Kontrast und die kräftigen Farben machen bei Fotobearbeitung einen echten Unterschied gegenüber dem IPS-artigen Liquid-Retina-Panel des MacBook Air. Wer dagegen hauptsächlich mit Text arbeitet und Wert auf lange Akkulaufzeit sowie das Apple-Ökosystem legt, ist mit dem MacBook Air besser bedient, zumal Apples Liquid-Retina-Display mit 500 Nits ebenfalls sehr hell und farbtreu ist.

Preis und Zielgruppe

Das Vivobook S14 positioniert sich als preisbewusste Empfehlung mit High-End-Display-Technik, das Zenbook 14 OLED als Allrounder mit der stärkeren CPU für anspruchsvollere Multitasking-Szenarien, und das MacBook Air als die Wahl für alle, die primär Akkulaufzeit, Geräuschlosigkeit und die Anbindung an iPhone und iPad priorisieren. Ausführliche Einzeltests finden Sie zum Zenbook 14 OLED, zum Vivobook S14 und zum MacBook Air 13 (M2).

Ein Wort zum Arbeitsspeicher

Bei allen drei Geräten ist der Arbeitsspeicher fest verlötet und nicht nachträglich erweiterbar – ein typisches Merkmal moderner Ultrabooks, das man beim Kauf direkt mit einkalkulieren sollte. Wer sich unsicher ist, wie viel RAM für die eigenen Anwendungsfälle tatsächlich nötig ist und welche Kompromisse verlötete Konfigurationen mit sich bringen, findet in unserem separaten Ratgeber zu verlötetem versus aufrüstbarem Arbeitsspeicher eine ausführlichere Einordnung.

Tastatur, Trackpad und Verarbeitungsqualität

In der täglichen Bedienung liegen die drei Geräte näher beieinander, als die unterschiedliche Herkunft vermuten lässt. Sowohl das Zenbook 14 OLED als auch das Vivobook S14 nutzen ASUS' aktuelle Tastatur-Generation mit ordentlichem Hubweg und einem soliden, klapperfreien Anschlag, während das MacBook Air weiterhin von Apples Trackpad profitiert, das in Größe und Präzision nach wie vor eine Klasse für sich bleibt und selbst von guten Windows-Trackpads nur selten wirklich erreicht wird. Verarbeitungsseitig setzen alle drei auf Aluminiumgehäuse, die sich hochwertig anfühlen und kaum Flex im Deckel oder in der Handballenauflage zeigen – ein Bereich, in dem sich die Ultrabook-Klasse insgesamt deutlich von günstigeren Einstiegsnotebooks abhebt.

Portauswahl und Anschlussvielfalt

Wer häufig externe Peripherie anschließt, sollte die Portauswahl vor dem Kauf genau prüfen: Sowohl das Zenbook als auch das Vivobook bieten eine Mischung aus USB-C mit Thunderbolt- beziehungsweise DisplayPort-Unterstützung und klassischen USB-A-Anschlüssen, was den Umstieg von älteren Peripheriegeräten erleichtert. Das MacBook Air beschränkt sich dagegen auf zwei Thunderbolt-Anschlüsse plus MagSafe-Ladeport, was bei intensiver Dock- oder Monitor-Nutzung gelegentlich einen zusätzlichen Adapter oder ein Dock erforderlich macht – ein Kompromiss, den Apple seit Jahren zugunsten des schlanken Gehäuses eingeht.

Für wen eignet sich welches Gerät am besten?

Studierende und Vielreisende, die primär auf Akkulaufzeit und geringes Gewicht Wert legen und sich im Apple-Ökosystem bereits zuhause fühlen, finden im MacBook Air die stimmigste Gesamtlösung. Kreativschaffende, die viel mit Bildmaterial arbeiten und dabei auf ein Windows-System angewiesen sind – etwa wegen spezifischer Software –, profitieren am meisten vom OLED-Panel und der starken CPU des Zenbook 14 OLED. Preisbewusste Käufer, die dennoch nicht auf ein hochwertiges OLED-Display verzichten wollen, finden im Vivobook S14 den besten Kompromiss zwischen Preis und Ausstattung.

Preisentwicklung und Verfügbarkeit

Alle drei Geräte sind mittlerweile mehrere Monate auf dem Markt, was bedeutet, dass gelegentliche Rabattaktionen keine Seltenheit mehr sind – gerade beim MacBook Air, das Apple traditionell über Vorgänger-Generationen hinweg parallel im Angebot hält und dadurch regelmäßig zu reduzierten Preisen verfügbar ist. Bei den beiden ASUS-Modellen lohnt sich ein Preisvergleich zwischen verschiedenen Konfigurationsstufen, da sowohl Zenbook 14 OLED als auch Vivobook S14 in mehreren RAM- und Speicherausbaustufen angeboten werden und der Aufpreis zwischen den Stufen je nach Händler stark schwanken kann.

Fazit

Es gibt 2026 kein einzelnes „bestes" Ultrabook mehr, sondern drei plausible Antworten auf drei unterschiedliche Prioritäten: Bildqualität und rohe CPU-Leistung beim Zenbook 14 OLED, ein günstigerer Einstieg mit fast identischer Display-Technik beim Vivobook S14, und unerreichte Akkulaufzeit samt Apple-Ökosystem beim MacBook Air. Die richtige Wahl hängt fast ausschließlich davon ab, welches dieser drei Kriterien für den eigenen Alltag am wichtigsten ist. Wer beim Kauf ohnehin zwischen zwei dieser drei Geräte schwankt, sollte sich in jedem Fall auch die ausführlichen Einzeltests ansehen, da dort Details wie Lautsprecherqualität, Webcam-Auflösung und Software-Vorinstallationen behandelt werden, die in einem reinen Kaufratgeber naturgemäß nur gestreift werden können. Letztlich gilt: Alle drei Geräte gehören 2026 zur oberen Riege ihrer jeweiligen Preisklasse, und ein echter Fehlkauf ist bei keinem der drei zu befürchten – die Unterschiede liegen im Detail, nicht in der Grundqualität.