ASUS ROG G700 (2025)

Der erste Full-Tower-Fertig-PC von ASUS Republic of Gamers, gebaut nur aus ROG- und ASUS-Komponenten: 58-Liter-Glasgehäuse, vier 65-CFM-Lüfter, werkzeuglose Seitenteile und Intel- oder AMD-Plattform mit bis zu RTX 5090.

ASUS ROG G700 (2025)
Geschätzte Preisspanne$945 – $1155
Erscheinungsdatum2025

Technische Daten

CPUIntel Core Ultra 9 285K (G700TF) or AMD Ryzen 7 9800X3D (GM700TZ), up to
GPUUp to NVIDIA GeForce RTX 5090 32GB GDDR7 (press); ROG spec page config lists RTX 5080 PRIME 16GB
RAM4x DDR5 U-DIMM slots, up to 64GB
Storage2TB PCIe 4.0 M.2 NVMe SSD, PCIe 5.0 supported; 2x M.2 2280, 4x SATA
CoolingAir tower cooler or 240mm AIO; four 120mm case fans (65 CFM each, ASUS figure)
Power supply1000W 80+ Gold (press); 850W 80+ Gold on the listed RTX 5080 config
PortsFront: 3x USB 5Gbps class, mic/headphone; rear up to USB 20Gbps Type-C (Intel), DisplayPort, HDMI (AMD)
WirelessWi-Fi 6, 2.5Gb Ethernet
Chassis58L full tower, glass front and side, tool-less panels, 24 x 50.92-51.04 x 47.96 cm, 18 kg
OSWindows 11 Home or Pro

ASUS Republic of Gamers hat den ROG G700 (2025) am 7. Januar 2025 in einer Pressemitteilung aus Taipeh vorgestellt. Das Versprechen ist einfach und ungewöhnlich konkret: ein komplett im eigenen Haus entwickelter Gaming-Desktop, ausschließlich aus ROG- und ASUS-Komponenten gebaut und von ASUS selbst getestet und validiert. In einem Markt, in dem viele Fertig-PCs aus den Teilen zusammengesetzt werden, die ein Systemintegrator gerade bekommt, ist das eine interessante Ansage. Diese Seite geht durch, was ASUS über die Ausstattung sagt, trennt die Zahlen der Startmitteilung von den Zahlen auf den ROG-Produktseiten und zeigt, wo beide voneinander abweichen.

Zwei Plattformen, ein Gehäuse

Den G700 gibt es in zwei Familien. Die Intel-Variante mit der Kennung G700TF nutzt ein B860M MAX GAMING AX und geht bis zum Intel Core Ultra 9 285K. Die AMD-Variante GM700TZ setzt auf ein PRIME B650M-A AX6 II und reicht bis zum AMD Ryzen 7 9800X3D. ASUS gibt an, dass beide mit bis zu einer NVIDIA GeForce RTX 5090 mit 32 GB GDDR7 kombiniert werden können. Auf der ROG-Spezifikationsseite einer AMD-Konfiguration wird der Prozessor als Ryzen 7 9800X3D mit 4,7 GHz, 96 MB Cache, bis zu 5,2 GHz Boost, 8 Kernen und 16 Threads auf einem AMD-B650-Chipsatz beschrieben.

Beim Speicher stehen vier DDR5-U-DIMM-Steckplätze im Dual-Channel-Betrieb bereit, die Obergrenze liegt laut ASUS bei 64 GB. Als Massenspeicher ist eine 2-TB-SSD nach PCIe 4.0 im M.2-Format mit Kühlkörper angegeben, und ASUS erklärt, dass die Plattform PCIe-Gen-5-Speicher für ein späteres Upgrade unterstützt. Die AMD-Spezifikationsseite ergänzt die Erweiterbarkeit: drei PCIe-4.0-x16-Steckplätze und ein PCIe-5.0-x16-Steckplatz, zwei M.2-2280-Anschlüsse und vier SATA-6-Gb/s-Ports. Wer über Jahre eine Spielebibliothek aufbaut, findet in der Kombination aus zwei M.2-Sockeln und vier SATA-Ports den wichtigsten Teil des Datenblatts.

Wo sich die Angaben von ASUS widersprechen

Wer die Startmitteilung neben die Produktseiten legt, entdeckt mehrere Unterschiede, die man als Käufer kennen sollte, weil sie verändern, was man tatsächlich bekommt.

Der erste betrifft die Grafikkarte. Die Pressemitteilung und die Feature-Seite der Intel-Variante sprechen von bis zu einer RTX 5090. Die ROG-Spezifikationsseite für die dort aufgeführte AMD-Konfiguration mit dem Modellcode GM700TZ-R9800X031WS nennt dagegen eine NVIDIA GeForce RTX 5080 PRIME mit 16 GB GDDR7. Beides kann zugleich stimmen, denn „bis zu“ beschreibt die Obergrenze der Reihe, die Spezifikationsseite dagegen eine konkrete Ausführung. Die praktische Lehre lautet, vor dem Kauf den exakten Modellcode zu prüfen.

Der zweite Unterschied betrifft das Netzteil. Die Spezifikationstabelle der Pressemitteilung nennt für beide Familien ein ATX-Netzteil mit 1000 W und 80+ Gold, und die Feature-Seite der Intel-Variante erwähnt ein Netzteil in voller Baugröße mit 1000 W. Die AMD-Konfiguration auf der Spezifikationsseite führt ein 850-W-Netzteil mit 80+ Gold und 900 W Spitzenleistung. Am plausibelsten ist die Lesart, dass das Netzteil zur Konfiguration passt und 1000 W den stärksten Grafikoptionen vorbehalten bleiben.

Der dritte betrifft das Netzwerk. Die Pressetabelle nennt Wi-Fi 6 und Realtek-Ethernet mit 2,5 Gb. Auf der AMD-Spezifikationsseite steht in der LAN-Zeile ebenfalls 2,5 Gb, in der Liste der rückseitigen Anschlüsse aber ein Realtek-Ethernet-Port mit 1 Gb. Weil beide Zahlen im selben Dokument stehen, sollte man die 2,5 Gb als Plattformangabe verstehen und den Port der eigenen Konfiguration prüfen.

Der vierte betrifft Maße und Gewicht. Die Startmitteilung gibt 24 × 51,04 × 47,96 Zentimeter und 18 kg an, die ROG-Seite 24,00 × 50,92 × 47,96 Zentimeter und 18,00 kg, mit dem Hinweis, dass Gehäusefüße und Grafikkartenhalter nicht eingerechnet sind. Der Unterschied in der Tiefe beträgt etwa einen Millimeter, und ASUS sagt, das Gewicht hänge von der Konfiguration ab; es handelt sich also eher um eine Frage von Rundung und Messbasis als um einen echten Widerspruch. Die Feature-Seite beschreibt das Gehäuse als 58-Liter-Konstruktion, in die sich Grafikkarten mit drei Slots einbauen lassen.

Kühlung und Luftführung

Den größten Teil seiner Ingenieurgeschichte erzählt ASUS über die Luftführung. Jeder G700 hat vier 120-mm-Gehäuselüfter: drei Zuluftlüfter an der Front und einen Abluftlüfter an der Rückseite. Luftgekühlte Modelle verwenden einen Tower-Kühler für den Prozessor, flüssiggekühlte Varianten eine 240-mm-Kompaktwasserkühlung, die nach Angaben von ASUS die niedrigsten Prozessortemperaturen und die geringste Lautstärke ermöglicht. Bei Wasserkühlung blasen laut ASUS zwei zusätzliche Lüfter am Radiator die warme Luft durch die Oberseite aus. Die Feature-Seite nennt einen maximalen Luftdurchsatz von 65 CFM pro Gehäuselüfter und Loop-Dynamic-Lager mit einer angegebenen Lebensdauer von bis zu 160.000 Stunden. Das sind Herstellerangaben, und ASUS veröffentlicht dazu keine Lautstärkemessungen; sie sagen also, was die Lüfter leisten sollen, nicht wie laut der fertige PC tatsächlich ist.

Die Frontblende ist nach Angaben von ASUS nahtlos und ohne Bohrungen ausgeführt, die Luft wird über einen verdeckten Einlass hinter dem Glas von den Seiten angesaugt. Staubfilter sitzen laut ASUS an Ober- und Unterseite, und die Pressemitteilung nennt insgesamt drei leicht zu entnehmende und zu reinigende Filter. Für die Grafikkarte, sofern ein hauseigenes ROG-Modell verbaut ist, nennt ASUS Axial-tech-Lüfter, einen großen Kühlkörper und einen 0-dB-Modus bei geringer Last.

Design, Zugang und Aufrüstung

Nach Angaben von ASUS ist das Gehäuse der erste ROG-Desktop mit Glas an Front und Seitenteil. Auf der Front sitzen der ROG Slash und das Fearless-Eye-Logo, die Fugen zwischen Rahmen und Glas sind schmal gehalten, und die RGB-Beleuchtung unterstützt Aura Sync. ASUS beschreibt die Formensprache zudem als asymmetrisch und schlicht genug für ein professionelles Umfeld wie für die Gamer-Höhle; das ist eine Aussage über Geschmack, nicht über Spezifikationen.

Die praktische Designentscheidung ist der werkzeuglose Zugang. Die Seitenteile lassen sich ohne Werkzeug abnehmen, und die Mitteilung betont, dass Mainboard, Netzteil und Gehäuselüfter Standardgrößen haben. Das ist für die Lebensdauer des Rechners wichtig, weil man nicht an ein proprietäres Board oder Netzteil gebunden ist. Es passt zu den Überlegungen in unserem Artikel über die Komponenten, die im PC am besten altern: Wenn sich Grafikkarte, Speicher und Datenträger unabhängig tauschen lassen, verlängert das die nutzbare Lebenszeit eines Desktops.

Anschlüsse, Klang und Software

Bei der Intel-Konfiguration bietet die Front zwei USB-Anschlüsse (5 Gbit/s, Typ A), einen USB-C-Port sowie Mikrofon- und Kopfhörerbuchse. Hinten kommen ein DisplayPort, ein USB-Typ-C-Anschluss mit 20 Gbit/s, ein USB-Typ-A-Anschluss mit 10 Gbit/s, vier Typ-A-Anschlüsse mit 5 Gbit/s, vier USB-2.0-Anschlüsse und drei Audiobuchsen für 7.1-Kanal-Ausgabe hinzu. Die AMD-Konfiguration führt eine andere Mischung auf: USB Typ A und Typ C mit 10 Gbit/s, zwei Typ-A-Ports mit 5 Gbit/s, vier USB-2.0-Ports, DisplayPort und HDMI. Weder Thunderbolt noch USB4 werden in einer der beiden Listen erwähnt.

Der Ton kommt als hochauflösendes 7.1-Kanal-Audio mit ASUS Two-Way AI Noise-Canceling und Unterstützung für Dolby Atmos. Bei der Software bietet Armoury Crate Überwachung und Einstellungen, Aura Creator und Aura Sync steuern die Beleuchtung von Gehäuse und kompatiblen Peripheriegeräten mit 16 Millionen Farben, und laut Feature-Seite sind drei Monate PC Game Pass enthalten, mit den üblichen Bedingungen und regionalen Ausnahmen. Als Betriebssystem kommt je nach Konfiguration Windows 11 Home oder Pro zum Einsatz; die Feature-Seite nennt Windows 11 Pro, die AMD-Spezifikationsseite führt Windows 11 Home in der Single-Language-Ausgabe und sagt, ASUS empfehle Pro für den geschäftlichen Einsatz.

Speichertempo und der AEMP-Hinweis

Ein weiterer Widerspruch verdient eine Anmerkung. Die Feature-Seite sagt, bis zu 64 GB DDR5 könnten mit dem ASUS-Speicherprofil AEMP II mit 6000 MHz laufen; ein Vergleichsdiagramm auf derselben Seite nennt aber auch schlicht DDR5 mit 4800 MHz. Beides schließt sich nicht aus. 4800 MHz ist die Basis, 6000 MHz eine Profileinstellung, die vom tatsächlich verbauten Speicher-Kit abhängt. Die Startmitteilung sagt zum Speichertakt nichts; wer darauf Wert legt, sollte in die Speicherzeile der gewünschten Konfiguration schauen.

Preis und Auszeichnung

Die ROG-Feature-Seite der Intel-Variante nennt einen Einstiegspreis im ASUS-Store von 1.049,99 US-Dollar, herabgesetzt von 1.099,99 US-Dollar zum Zeitpunkt der Erfassung. Das ist die Einstiegskonfiguration, ein Topmodell mit RTX 5090 kostet deutlich mehr, aber ASUS nennt diesen Preis auf den von mir gelesenen Seiten nicht. Außerdem gibt ASUS an, der G700 habe 2026 den Taiwan Excellence Award für Design gewonnen. Die Seite enthält kurze Zitate aus Drittmedien, die ich nicht wiedergebe, weil ich das Gerät weder getestet noch diese Kritiken überprüft habe.

Für wen sich der G700 eignet

Der G700 richtet sich an Spieler, die einen großen, leicht zu wartenden Desktop einer Marke wollen, die auch eigene Mainboards und Grafikkarten baut, und die Standardteile einem proprietären Gehäuse vorziehen. Weniger eindeutig passt er zu jemandem, der Wi-Fi 7 oder Thunderbolt möchte, denn ASUS nennt Wi-Fi 6 und kein Thunderbolt; außerdem ist er mit 18 kg ein großer Rechner, der einen ordentlichen Schreibtisch oder Platz am Boden braucht. Für den direkten Vergleich mit einem Konkurrenz-Flaggschiff siehe unseren Vergleich ROG G700 gegen OMEN MAX 45L. Wer zwischen Fertig-PC und Selbstbau abwägt, findet im Ratgeber Fertig-PC gegen Eigenbau die Vor- und Nachteile, und der VRAM-Ratgeber hilft bei der Frage, ob 16 oder 32 GB Grafikspeicher für Ihre Auflösung sinnvoll sind. Stöbern Sie außerdem in der gesamten Kategorie Desktop-PCs, zum Beispiel beim kompakten NZXT Player Three für weniger Platzbedarf.